Kerzenschein (2001) – Kurzfilm von Martin Burri – Deutsche & Englische Untertitel

Kerzenschein ist ein dokumentarischer Kurzfilm aus dem Jahr 2001, entstanden im Rahmen des Workshops „Dokumentarfilm für Fortgeschrittene“ an der Filmwerkstatt der Studiobühne der Universität zu Köln unter der Leitung von K.F. (Karl Friedrich) Baumgärtel.

Der Film porträtiert einen jungen Mann, der sich früh gegen gesellschaftliche Erwartungen stellt und einen radikalen Weg der Selbstbestimmung einschlägt. In offenen, direkten Aussagen erzählt er von familiärer Gewalt, dem Versuch, sich als Zeitsoldat in ein System einzufügen, und seinem endgültigen Bruch mit gesellschaftlichen Normen.

„Kerzenschein“ zeigt einen Menschen, der sich weigert, ein funktionierender „Roboter“ zu werden, der nur arbeitet, konsumiert und schweigend leidet. Stattdessen sucht er nach einem eigenen Ort, einem Stück Freiheit — einem Haus, einem Garten, einem kleinen Wald — an dem ihm niemand vorschreibt, wie er zu leben hat.

Der Film ist ein frühes Beispiel für die dokumentarische Handschrift von Martin Burri: roh, unmittelbar, persönlich und geprägt von einem Ansatz, der authentische Stimmen sichtbar macht und Menschen in ihrer sozialen Realität ernst nimmt. Mehr zur Studiobühne: https://studiobuehnekoeln.de/kurse/

Kerzenschein is a short documentary film created in 2001 as part of the workshop “Documentary Film for Advanced Students” at the Filmwerkstatt of the Studiobühne at the University of Cologne, led by K.F. (Karl Friedrich) Baumgärtel.

The film portrays a young man who rejects societal expectations early in life and chooses a radically self‑determined path. In candid and direct statements, he speaks about domestic violence, his attempt to fit into the military as a temporary soldier, and his eventual break with social norms.

“Kerzenschein” reveals a person who refuses to become a functioning “robot” — someone who merely works, consumes and quietly suffers. Instead, he searches for a place of his own, a space of freedom — a house, a garden, a small forest — where no one can tell him how to live.

The film is an early example of Martin Burri’s documentary style: raw, immediate and personal, shaped by an approach that brings authentic voices into focus and takes people’s social realities seriously. More about the Studiobühne: https://studiobuehnekoeln.de/kurse/