„dass endlich etwas passiert [work in experience]“ ist ein szenischer Kurzfilm mit dokumentarischen Elementen, entstanden als ein früher experimenteller Arbeitsprozess des Filmemachers Martin Burri. Der Film versteht sich nicht als klassischer Kurzfilm, sondern als ein „work in experience“ — eine filmische Skizze, ein Zustand, ein Versuchsfeld. Ähnlich wie ein Maler erste Linien und Formen setzt, um sich auf ein späteres Werk vorzubereiten, dient dieser Film als ein Raum des Suchens und Erprobens.
Die Arbeitsweise war bewusst offen gehalten: Die Schauspieler erhielten Textfragmente, lose Splitter aus Erinnerungen, inneren Monologen und alltäglichen Beobachtungen. Diese Fragmente wurden mit den persönlichen Erfahrungen der Darstellenden verwoben, sodass Realität und Fiktion ineinander übergingen. Die Szenen entstanden nicht aus einem fertigen Drehbuch, sondern aus einem Prozess des Zulassens, der Improvisation und der freien Entfaltung.
Der Film folgt einem Mann, der zwischen Einsamkeit, Selbstzweifel und körperlicher Sehnsucht taumelt. Er sitzt nachts vor dem Fernseher, das Bier in der Hand, verliert sich in Werbebildern, Fantasien und Erinnerungen an Begegnungen, die ihn zugleich anziehen und abstoßen. Er erzählt von einem Besuch im Bordell, von der Müdigkeit im Büro, von der Abneigung gegenüber Kollegen, von der Suche nach Nähe und der Angst davor.
Diese fragmentarische Innenwelt wird nicht erklärt, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Die Kamera beobachtet, die Schauspieler reagieren, improvisieren, lassen zu. Die Grenze zwischen Rolle und Person verschwimmt.
„dass endlich etwas passiert“ ist damit weniger ein fertiger Film als ein Experiment, ein Arbeitsraum, ein Zustand des Entstehens. Ein Versuch, das Unfertige sichtbar zu machen — das, was passiert, wenn Menschen mit ihren eigenen Geschichten in einen offenen filmischen Raum treten und etwas entsteht, das weder vollständig dokumentarisch noch vollständig fiktional ist.
“dass endlich etwas passiert [work in experience]” is a scenic short film with documentary elements, created as an early experimental process by filmmaker Martin Burri. The film was never intended as a conventional short film, but rather as a “work in experience” — a cinematic sketch, a state, a field of exploration. Much like a painter producing preliminary drawings to prepare for a later work, this film serves as a space for searching, testing, and unfolding.
The working method was deliberately open: The actors received text fragments, loose shards of memories, inner monologues, and everyday observations. These fragments merged with the performers’ own experiences, allowing reality and fiction to blend. The scenes did not arise from a fixed script but from a process of improvisation, responsiveness, and creative freedom.
The film follows a man drifting between loneliness, self‑doubt, and physical longing. He sits at night in front of the television, beer in hand, losing himself in commercials, fantasies, and memories of encounters that attract and repel him at the same time. He speaks of visiting a brothel, of exhaustion at the office, of resentment toward colleagues, of longing for closeness and fear of it.
This fragmented inner world is not explained; it is made immediately tangible. The camera observes, the actors respond, improvise, and open themselves to the moment. The boundary between role and person blurs.
“dass endlich etwas passiert” is therefore less a finished film than an experiment, a workspace, a state of becoming. An attempt to make the unfinished visible — to show what emerges when people bring their own stories into an open cinematic space, creating something that is neither fully documentary nor fully fictional.